ALBTRAUM 🔪 Ich glaube, ich habe meine Familie getötet! | Kurzthriller | Max Varûn
Shownotes
In 5 Minuten passiert ein Mord. Ein Mann wird von Albträumen verfolgt. Immer wieder sieht er dieselben Bilder: Leichen in seinem Haus, vergraben in seinem Garten. Er weiß, dass es nur ein Traum sein sollte. Doch die Details sind zu real. Und dann beginnt er zu verstehen, was wirklich passiert ist.
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00:00:01: Christopher Crane redet ungern über seinen Job.
00:00:12: Nicht, dass er sich dafür schämt – es ist vielmehr das übermäßige Interesse seiner Mitmenschen.
00:00:18: Jedes Mal wenn jemand davon erfährt wird Christopher schnell zum Mittelpunkt einer jeden langweilig gewordenen Party!
00:00:25: Wenn das Kind erst in den Brunnen gefallen ist gesähen sich Wurthülsen.
00:00:29: wie Ist Das Spannend?
00:00:31: Wie außergewöhnlich.
00:00:33: Ich habe da ein paar Fragen oder ein Wow, ist bestimmt gefährlich hinzu!
00:00:41: Crane arbeitet als Gefängnispsychologe in einer Hochsicherheitsanstalt.
00:00:46: Nicht selten sitzen hier Gefangene bis zum Ende ihres Lebens ein.
00:00:51: Für ein erstes Date würde er einen idealen Gesprächspartner abgeben der auf seine charmante Art und Weise das Eis brechen aber je tiefer er von seiner Arbeit erzählt auch wieder einfrieren könnte.
00:01:04: Doch dieses Szenario würde hoffentlich niemals eintreten, denn Crane ist verheiratet!
00:01:11: Die Ehe mit seiner liebreizenden Frau Becky hat zwar ihre Höhen und Tiefen aber welches andere Paar hat die nicht?
00:01:19: Eine Ehe isst Arbeit.
00:01:21: Dies und andere Weisheiten sagte bereits Großvater Crane bevor ihn seine vierundzwanzig Zigaretten täglich ins Grab brachten.
00:01:31: Mit Becky hat Christopher drei Kinder.
00:01:33: Seine älteste Tochter Abigail, die die erste Klasse besucht, Theresa, die das zweite Kindergartenjahr in der Elefantengruppe verbringt und Baby Tom, der unerschrocken auf allen Vieren Expeditionen mit seinem Lieblings-Teddy Sammy durchs Haus macht.
00:01:50: Jeden Abend ist die Familie im Landhaus, zudem auch ein kleines Waldstück gehört zu Abend In Christopher's Augen Also kein ungewöhnliches Leben.
00:02:01: Wäre da nicht immer wieder dieser Albtraum, der ihm regelmäßig den Schlaf raubt und der in seiner Kirchengemeinde schnell zum Exorzismus führen würde wenn sie davon erführe?
00:02:14: In diesem Traum führt eine Bodenluke in der Küche in einen provisorischen Keller.
00:02:20: Christopher hatte ihn beim Einzug gesehen aber danach keine Beachtung mehr geschenkt.
00:02:26: Der Makler meinte, dass hier früher Lebensmittel gelagert wurden als es noch keine Kühlschränke gab.
00:02:32: Und genau dort – so offenbart ist der Traum – ist eine Leiche versteckt, deren Einzelteile lieblos in eine Tüte gestopft wurden.
00:02:42: Ein weiterer Leichnamen liegt verschart hinter dem Haus neben den Mülltonnen und am Waldrand, der gleichzeitig die Grundstücksgrenze bildet.
00:02:51: nochmal zwei Schlimmer als die widerkehrenden Bilder des Albtraums ist Christophers feste Überzeugung, dass er diese Menschen umgebracht und verstümmelt hat.
00:03:04: Natürlich weiß er das sein Gehirn ihm nachts einen Streich spielt.
00:03:09: Er muss darauf vertrauen.
00:03:11: Das weiß er noch aus dem Psychologievorlesungen.
00:03:14: Dennoch machen ihm die Gedanken Angst Dass dort wirklich Tote vergraben seien könnten.
00:03:21: Er könnte einfach nachsehen Aber was dann?
00:03:25: In den Filmen erwarten die Polizisten, dass der Killer zum Ort des Verbrechens zurückkehrt und sich dadurch verrät.
00:03:33: Das würde er seiner Familie niemals antun, die er so sehr liebt.
00:03:38: Heute geht Christopher nicht ins Büro.
00:03:41: Wie immer wenn er schlecht geschlafen hat vergräbt er sich im Homeoffice in die Arbeit.
00:03:47: Crane zieht Akten heraus und beginnt mit dem jüngsten Fall, der ihn schon die ganze Woche beschäftigt und Ähnlichkeiten zu seinem Albtraum aufweist.
00:03:58: Wie bei jedem anderen Gefangenen beginnt er damit, ein detailliertes Persönlichkeitsprofil zu erstellen das er für die zahlreichen Therapiestunden in Zukunft benötigen wird.
00:04:10: Der neue Heftling – ein psychopathischer Mörder der verurteilt wurde seine ganze Familie auf grausamste Weise umgebracht zu haben.
00:04:20: Von seinen Nachbarn wurde er als unauffällig nett und intelligent beschrieben.
00:04:25: Man konnte ihn nur überführen, da bei einer Verkehrskontrolle Beweise in seinem Auto gefunden wurden.
00:04:32: Dazu gehörten ein blutverschmierter Teddy abgeschnittene blonde und braune Zöpfe sowie einen abgetrennter Finger an dem noch der Ehring seiner Frau klebte.
00:04:44: Aus psychologischer Sicht erscheint es plausibel dass er seine Trophäen in der Nähe wissen wollte um immer wieder in diese Gewalt-Fantasie abtauchen zu können.
00:04:55: Laut dem Bericht des Gerichtsmediziners waren die Morde sadistisch motiviert.
00:05:01: Dies erkennt man daran, dass die Opfer vor ihrem Tod über längere Zeit gequält wurden.
00:05:07: Vor Gericht hatte der Gefangene erklärt das ihnen die Macht Leben zu geben und es wiederzunehmen Fasziniere.
00:05:16: Erschreckenderweise ist es nicht die Tat selbst, die Christopher Kopfschmerzen bereitet.
00:05:22: Ähnliches erlebt er in seinem Beruf leider häufiger.
00:05:25: Vielmehr sind es die Orte, an denen die Leichen gefunden wurden.
00:05:30: Eine war in der Küche des Hauses der Familie versteckt und drei waren auf dem Grundstück in der Nähe vergraben.
00:05:38: Mehrere Theorien über die psychischen Hintergründe gehen Crane durch den Kopf.
00:05:43: Entweder ist der Täter ein klassischer Serienkiller, der einen Doppelleben führt Ein Psychotiker in einer paranoiden Episode oder schlimmer Eine massiv gestörte, multiple Persönlichkeit bei der Realität und Identität dauerhaft verzerrt sind.
00:06:02: Christopher legt seine Hände auf die pochenden Schläfen und versucht den Schmerz weg zu massieren.
00:06:08: Sein Blick ist weiterhin starre auf dem kleinen Tisch gerichtet, auf dem die Akte liegt – und er schaut auch nicht hoch als er das unangenehme Klirren eines näherkommenden Schlüsselbundes hört!
00:06:20: Sowohl dem darauffolgenden Quetschen eines sich schließenden, massiven Eisengitters als auch dem Uniformierten der es abschließt, schenkt er keine Aufmerksamkeit.
00:06:31: Und noch bevor das Licht in seiner bedrückend kleinen Zelle erlischt sieht er sich das Foto des Heftlings Vier Acht Sieben Zwei Fünf Noch einmal ganz genau an.
00:06:44: Das war fünf Minuten Mord Schlafgut.
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